Mohnfeld
 


Gedanken

Vergongenheit

Gedicht in Mundart von Karin Lipp

I hob mei oats Kreiz in die Eckn gschmissen,
hobs ogschaut und denkt,
erst jetzt hob i übarissn;
was hob i da trogn
was hob i do glebt…..
und dann bin i grennt und grennt
oba net ohne End.

Jo, i bin stehnbliem, hob umdraht, bin zuwegonga.
Liebevoi hab is aufghom-wieda higlegt.
Die Sun hot drauf gscheint, durchn Staub,
und stönweis hots glenzt, es woa so vertraut.

Wos hob ido gleant, hob i docht, die Spinnwebn ogwischt,
a Platzerl dafür gmocht.
Dann bin i gonga, oba ondas wie zerscht,
i woas es liegt duat, i kos betrochtn an dem Uat.

Jetzt is ma leichta- dann schau i ins Liacht
siag die Stroin auf mi obafoin.


Wohin des Weges

Mein Blick fiel auf das Bild mit dem Zitronenbäumchen über mir und ich dachte:
"Es muss nie mehr so sein, nie mehr......."
Hinter dem Bäumchen war ein Rundbogen.
Hinter dem Rundbogen eröffnete sich eine warme, sanfte, Weite,
sie einfach nur zu betrachten war ein Wegweiser für mich.

Wie spät ist es eigntlich ? Der Teil in mir der keine Zeit kennt lachte leise.
Ich finde den Weg - wo ich wirklich daheim bin, ich eile mich.

Daheim - wo kein Druck ist und keine Masken
wo auch in den Köpfen Weite herrscht,
Da sind Menschen, dort werde ich verstanden und geliebt.